Wir belohnen Netzdienlichkeit: Der Anteil des produzierten Stroms aus Photovoltaikanlagen nimmt kontinuierlich zu. Auch in Frauenfeld zeigt sich dieser Trend deutlich. Damit das Stromnetz trotz steigender Einspeisung stabil bleibt, braucht es clevere Lösungen. SolarFlex von Thurplus sorgt für netzdienliches Einspeisen, höhere Eigenverbrauchsanteile und eine nachhaltige Energiezukunft in Frauenfeld. Eine netzdienliche Einspeisung Ihrer Solaranlage belohnen wir mit einer Zusatzvergütung zur Einspeisevergütung.
SolarFlex – Solarstrom clever einspeisen, mehr Ertrag erzielen
Mit Ihrer Solaranlage leisten Sie einen wichtigen Beitrag für die Energiewende. Mit SolarFlex tragen Sie aktiv dazu bei, Spitzenzeiten zu entschärfen, die dann entstehen, wenn an sonnigen Tagen viele PV-Anlagen gleichzeitig Energie ins Netz einspeisen. Wenn Sie sich für das Angebot «SolarFlex» entscheiden, verpflichten Sie sich, die Wirkleistungseinspeisung Ihrer Photovoltaikanlage dauerhaft auf 50 Prozent der installierten Modulleistung zu begrenzen. Diese Massnahme ist besonders in den Sommermonaten relevant, wenn besonders viel Solarstrom produziert wird. Der daraus resultierende Produktionsverlust bleibt jedoch sehr gering und liegt in den meisten Fällen bei einem niedrigen einstelligen Prozentsatz der jährlichen Stromerzeugung, je nach Anlagenanordnung und Auslegung. Durch einen gezielten Eigenverbrauch können Sie aktiv gegensteuern, sodass die Auswirkungen auf Ihre Einspeiseleistung reduziert werden.
Damit unterstützen Sie die Stabilität des Stromnetzes, vermeiden teure Netzverstärkungen und erhalten zusätzlich zur Einspeisevergütung eine attraktive fixe Vergütung für den eingespeisten Strom. SolarFlex unterstützt Sie dabei, Ihren Solarstrom optimal selbst zu nutzen: Der erzeugte Strom kann direkt für Wärmepumpen, Elektroautos oder Speicher eingesetzt werden – so senken Sie Ihre Stromkosten und steigern die Effizienz Ihrer Anlage.
So funktioniert SolarFlex
Netzdienliche Einspeisung
Wenn Sie sich für SolarFlex entscheiden, wird die Einspeiseleistung Ihrer Photovoltaikanlage am Hausanschluss auf 50 Prozent der installierten Modulleistung (kWp) begrenzt. Damit wird die Einspeisung in Zeiten hoher Sonneneinstrahlung gezielt reduziert, um hohe Leistungsspitzen im Netz zu vermeiden.
Einfache Umsetzung der Einspeisebegrenzung
Die Limitierung erfolgt direkt über den Wechselrichter oder ein Energiemanagementsystem (EMS). Welche technische Lösung eingesetzt wird, entscheiden Sie als Anlagenbetreiberin bzw. Anlagenbetreiber. Die Verantwortung für die korrekte Umsetzung liegt bei Ihnen. Zusätzlich können flexible Lasten wie Boiler, Wärmepumpen oder Ladegeräte sowie Speicherlösungen (Batterie oder Elektroauto) genutzt werden, um den Eigenverbrauch weiter zu optimieren.
Eigenverbrauch bleibt gleich
Die Strommenge, die Sie selbst im Haushalt oder Betrieb nutzen, ist von der Begrenzung nicht betroffen. Ergreifen Sie die Chance jetzt und optimieren Sie Ihren Eigenverbrauch, indem Sie einen grösseren Anteil Ihres selbst erzeugten Solarstroms direkt vor Ort nutzen.
Feste Vergütung
Wenn Sie SolarFlex nutzen möchten, erhalten Sie für Ihre Unterstützung von Thurplus eine attraktive Vergütung. Diese Vergütung richtet sich nach der installierten Leistung Ihrer PV-Anlage. Thurplus vergütet jede eingespeiste Kilowattstunde mit einem Betrag von bis zu 2.00 Rp./kWh. Die Vertragslaufzeit beträgt mindestens drei Jahre und kann danach mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr jeweils per Monatsende beendet werden.
SolarFlex – Solarstrom clever einspeisen, Netz entlasten.
Entlasten Sie das Stromnetz und sichern Sie sich eine fixe zusätzliche Vergütung für Ihren eingespeisten Solarstrom.
Vergütung von SolarFlex
Der zusätzliche Vergütungspreis für den eingespeisten Solarstrom wird ergänzend zur Einspeisevergütung (LINK) für jede Anlage individuell berechnet. Er richtet sich nach der installierten Modulleistung Ihrer Solaranlage, gemessen in Kilowattpeak (kWp), und basiert auf den sogenannten Standardtestbedingungen (STC*). Am Hausanschluss, also dort, wo Ihre Solaranlage mit dem Thurplus-Stromnetz verbunden ist, dürfen maximal 50 Prozent der installierten PV-Leistung ins Netz eingespeist werden.
*STC: Standardtestbedingungen: Damit alle Solaranlagen vergleichbar sind, wird ihre Leistung unter festen Bedingungen gemessen: Sonneneinstrahlung = 1000 Watt pro Quadratmeter; Zelltemperatur = 25°C. So kann die Leistung Ihrer Anlage einheitlich und fair berechnet werden.
SolarFlex-Rechner
Berechnen Sie den Vergütungstarif anhand der Anlagenleistung. Sie werden sehen: Die Vergütung haben wir so ausgestaltet, dass sich eine netzdienliche Einspeisung Ihrer Solaranlage für Sie finanziell lohnt.
Rechenbeispiel: Eine PV-Anlage mit der Grösse von 170 kWp (installierte Modulleistung) deckt die Leistungsbereiche 1 bis 3 ab. Der Vergütungstarif ergibt sich aus der Summe der Multiplikationen pro Leistungsbereich (Leistung x Ansatz) geteilt durch die Gesamtleistung und beträgt für das Beispiel 1.46 Rp./kWh. Dieser Mechanismus garantiert, dass jedes zugebaute Kilowatt PV mehr Erlös erwirtschaftet.
| lEISTUNGSBEREICH | iNSTALLIERTE lEISTUNG | ZusatzvERGÜTUNG (EXKL. mWST) |
|---|---|---|
| Bereich 1 | bis 30 kWp | 2.00 Rp./kWh |
| Bereich 2 | > 30 – 100 kWp | 2.00 Rp./kWh - 1.72 Rp./kWh |
| Bereich 3 | > 100 – 250 kWp | 1.72 Rp./kWh - 1.35 Rp./kWh |
| Bereich 4 | > 250 – 500 kWp | 1.35 Rp./kWh - 1.02 Rp./kWh |
| Bereich 5 | > 500 kWp | 1.02 Rp./kWh - 0.30 Rp./kWh |
Wie bestelle ich SolarFlex?
Das Produkt SolarFlex können Sie ganz einfach online beantragen.
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Anlage vorbereiten
Kontaktieren Sie Ihr Installationsunternehmen oder Ihren Solarteur und lassen Sie Ihre Anlage gemäss den technischen Anforderungen für SolarFlex (Einspeiselimitierung 50 Prozent) einstellen. -
Bestellformular ausfüllen
Füllen Sie das Online-Formular aus und bestätigen Sie, dass Ihre Anlage entsprechend konfiguriert ist. -
Eingangsbestätigung erhalten
Nach dem Absenden erhalten Sie von Thurplus automatisch eine Bestätigung Ihrer Bestellung. -
Prüfung durch Thurplus
Nach Eingang Ihrer Bestellung prüfen wir die Voraussetzungen. -
Vertragsbestätigung
Sobald alle Bedingungen erfüllt sind, erhalten Sie von Thurplus die definitive Vertragsbestätigung mit der fixen Vergütung und dem Starttermin Ihres SolarFlex-Vertrages.
FAQ
Für wen gilt das Angebot «SolarFlex» und welche Anlagen sind ausgeschlossen?
Das Angebot «SolarFlex» gilt für die Limitierung der Einspeiseleistung von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) am Netzanschluss im Niederspannungsnetz von Thurplus (400 V / Netzebene 7). Ausgeschlossen sind PV-Anlagen unter 3 kWp, einschliesslich Plug-and-Play-Anlagen. Das Angebot ist nicht an eine bestimmte abnehmende Person oder Organisation gebunden.
Kann ich SolarFlex auch mit einem Batteriespeicher kombinieren?
Ja, das ist sogar empfehlenswert. Mit einem Batteriespeicher können Sie überschüssigen Solarstrom speichern und zu einem späteren Zeitpunkt selbst nutzen. Das erhöht Ihren Eigenverbrauch und verringert die Menge an gekappter Energie.
Verändert SolarFlex meinen Eigenverbrauch?
Nein. Ihr Eigenverbrauch bleibt unverändert. Die Begrenzung betrifft ausschliesslich die Einspeisung ins Netz.
Warum bietet Thurplus SolarFlex an?
SolarFlex hilft, die Solarenergie in Frauenfeld nachhaltig auszubauen und das Stromnetz zu entlasten. Wenn viele Anlagen gleichzeitig einspeisen, entstehen hohe Leistungsspitzen, die teure Netzverstärkungen nötig machen würden. Durch eine intelligente Begrenzung und höheren Eigenverbrauch bleibt das Netz stabil und es können künftig noch mehr Photovoltaikanlagen angeschlossen werden. Davon profitieren alle: die Anlagenbetreibenden, das lokale Netz und ganz Frauenfeld.
Was gilt bei einer Erweiterung meiner PV-Anlage im Rahmen von SolarFlex?
Änderungen der gesamten PV-Modulleistung müssen innerhalb von vier Wochen an Thurplus gemeldet werden. Eine Anlagenerweiterung wird automatisch Teil des SolarFlex-Vertrages. Wird mit der Erhöhung der installierten PV-Leistung auch eine höhere maximale Einspeiseleistung gewünscht, ist dafür ein neues Technisches Anschlussgesuch (TAG) erforderlich.
Was gilt für die maximale Einspeiseleistung bei einer Auflösung des SolarFlex-Vertrags?
Bei einer Kündigung durch Thurplus wird dem Anlagenbetreibenden die gemäss bewilligtem TAG zustehende Anschlussleistung gewährt. Thurplus stellt dabei die notwendigen Netzkapazitäten für den uneingeschränkten Betrieb sicher. Kündigt der Anlagenbetreibende den Vertrag, ist ein neues Technisches Anschlussgesuch (TAG) erforderlich. Dieses wird von Thurplus geprüft. Aufgrund veränderter Netzbedingungen kann es sein, dass nicht mehr die volle berechtigte Einspeiseleistung von 70 Prozent der installierten Modulleistung zugesprochen werden kann.
Was passiert, wenn ich die Einspeisebegrenzung nicht einhalte?
Thurplus kontrolliert die Einspeisewerte regelmässig anhand der Smart-Meter-Daten. Die Einhaltung der vereinbarten maximalen Einspeiseleistung ist zwingender Bestandteil von SolarFlex. Bei einer erstmaligen Überschreitung informiert Thurplus die Betreiberperson und fordert dazu auf, die Einstellungen am Wechselrichter oder Energiemanagementsystem (EMS) zu prüfen und korrekt umzusetzen. Kommt es jedoch zu wiederholten Verstössen, erfolgt eine schriftliche Abmahnung mit der Aufforderung, die Einspeisebegrenzung umgehend einzuhalten.
Bleibt die Nichteinhaltung trotz Abmahnung bestehen, kann Thurplus den Vertrag ohne Kündigungsfrist auflösen, die Vergütung sofort einstellen und bereits ausbezahlte Beträge zurückfordern. In diesem Fall ist zudem ein neues Technisches Anschlussgesuch (TAG) einzureichen, da die Einspeiseleistung neu beurteilt werden muss. Sollte die überhöhte Einspeisung den sicheren Netzbetrieb gefährden oder andere Netzteilnehmende beeinträchtigen, ist Thurplus berechtigt, die Photovoltaikanlage sofort vom Netz zu trennen.
Thurplus empfiehlt, die Einstellungen von Wechselrichter oder EMS regelmässig zu kontrollieren, um Überschreitungen und die damit verbundenen Konsequenzen zu vermeiden.
Welche technischen Voraussetzungen gelten für SolarFlex?
SolarFlex steht für Photovoltaikanlagen im Versorgungsgebiet von Thurplus (Stadt Frauenfeld) zur Verfügung. Die Einspeisung Ihrer Anlage muss am Netzanschlusspunkt auf 50 Prozent der installierten Modulleistung (kWp) begrenzt werden. Dies kann über den Wechselrichter oder ein Energiemanagementsystem (EMS) umgesetzt werden. Der Netzanschluss muss mit einem Smart Meter mit Fernauslesung ausgestattet sein.
Welche Vorteile habe ich durch SolarFlex?
Sie erhalten eine feste Zusatzvergütung für jede netzdienlich eingespeiste Kilowattstunde, tragen zur Netzstabilität bei und unterstützen eine nachhaltige, regionale Energieversorgung in Frauenfeld – ganz einfach durch die intelligente Steuerung Ihrer Anlage.
Wer ist verantwortlich für die Einhaltung der maximalen Einspeiseleistung bei SolarFlex?
Die Einhaltung der vereinbarten maximalen Einspeiseleistung liegt in der Verantwortung des Anlagenbetreibenden. Technische Lösungen reichen von einer einfachen fixen Limitierung am Wechselrichter bis zu intelligenten Steuerungen, die den Eigenverbrauch im Gebäude oder die Speicherladung berücksichtigen. Thurplus empfiehlt eine intelligente Steuerung, um den Eigenverbrauch zu steigern und Produktionsverluste durch Limitierung zu minimieren. Grundsätzlich ist keine Steueranbindung durch Thurplus an die PV-Anlage vorgesehen.
Wie bestelle ich SolarFlex?
Das Produkt SolarFlex können Sie ganz einfach über unser Online-Formular beantragen. Bereiten Sie dazu Ihre Anlage vor, indem Sie Ihr Installationsunternehmen oder Ihren Solarteur kontaktieren und die Einspeiselimitierung auf 50 Prozent der installierten Modulleistung einstellen lassen. Anschliessend füllen Sie das Online-Formular aus und übermitteln Ihre Bestellung an Thurplus. Nach der Prüfung aller Voraussetzungen, erhalten Sie Ihre Vertragsbestätigung mit dem gültigen Vergütungstarif und dem Startdatum.
Wie kann ich die Einspeisebegrenzung technisch umsetzen?
Für die Umsetzung der Einspeisebegrenzung auf 50 Prozent stehen zwei technische Möglichkeiten zur Verfügung:
- Dynamische Leistungssteuerung mit den integrierten Wechselrichterfunktionen oder einem externen Energiemanagementsystem (EMS)
Das EMS misst in Echtzeit den Bezug und die Einspeisung und regelt die Leistung entsprechend. Dadurch können unnötige Produktionsverluste reduziert und der Eigenverbrauch optimiert werden. - Fixe Leistungslimitierung am Wechselrichter (geeignet bei älteren Anlagen)
Eine einfache und kostengünstige Lösung, bei der am Wechselrichter eine feste kW-Grenze hinterlegt wird. Die Einspeiseleistung wird automatisch begrenzt, sobald die Anlage mehr produzieren würde.
Haben Sie ein App für Ihre Solaranlage, auf der Sie die Stromflüsse und Solarstromproduktion sehen, dann ist mit grosser Wahrscheinlichkeit eine dynamische Leistungslimitierung ohne grossen Aufwand umsetzbar.
Zusätzlich können flexible Lasten wie Boiler, Wärmepumpen oder Ladegeräte sowie Speicherlösungen (Batterie oder Elektroauto) eingesetzt werden, um den Eigenverbrauch weiter zu erhöhen.
Eine Fachperson (Installationsunternehmen oder Solarteur) unterstützt Sie bei der Wahl der passenden Lösung für Ihre Anlage.
Wie lange läuft der Vertrag?
Der Vertrag läuft mindestens drei Jahre. Danach kann er mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr jeweils per Monatsende beendet werden. Die Kündigungsfrist gewährleistet Ihnen eine garantierte Vergütung und bietet Ihnen Planungssicherheit. Gleichzeitig ermöglicht sie Thurplus, bei Bedarf notwendige Anpassungen im Netz rechtzeitig zu planen und umzusetzen. Der Vertragsbeginn erfolgt jeweils auf den ersten Tag des übernächsten Monats nach Vertragsabschluss.