Attraktive Solar-Angebote von Thurplus
In Zukunft hängt die Höhe der Vergütung für eingespeisten Solarstrom deutlich stärker als bisher vom Strommarktpreis ab. Grundlage ist das neue Stromgesetz, das die Schweizer Stimmbevölkerung im Juni 2024 angenommen hat. Damit wurde ein schweizweit einheitlicher Referenzmarktpreis eingeführt, der sich am durchschnittlichen Börsenpreis orientiert.
Ab dem 1. Januar 2026 richtet Thurplus den Rückliefertarif für eingespeisten Solarstrom in ihrem Netzgebiet an diesem vierteljährlich gemittelten Referenzmarktpreis aus. Der Preis wird jeweils rückwirkend vom Bundesamt für Energie (BFE) berechnet und veröffentlicht. Die aktuellen Werte sind auf der Webseite des BFE unter www.bfe.admin.ch abrufbar (Bereich Förderung, Einspeisevergütung).
Um auch bei niedrigen Marktpreisen die Rentabilität von Photovoltaikanlagen sicherzustellen, sieht die Energieverordnung (EnV) für kleinere Anlagen bis 150 kW Mindestvergütungen vor:
- 6 Rp./kWh für Solaranlagen bis 30 kW
- 6 Rp./kWh für die ersten 30 kW bei Anlagen zwischen 30–150 kW mit Eigenverbrauch
- 6.2 Rp./kWh für Anlagen ab 30 kW ohne Eigenverbrauch
Herkunftsnachweise aus Solaranlagen mit einer Wechselrichterleistung von < 50 kW werden ab dem 1. Januar 2026 mit 2.0 Rp./kWh vergütet. Für alle übrigen Anlagen gelten marktpreisbasierte Angebote.
Solarstrom besser selbst nutzen oder teilen
Mit den neuen Rahmenbedingungen wird es zukünftig noch attraktiver, Solarstrom selbst zu nutzen oder direkt in der Nachbarschaft zu teilen. Thurplus entwickelt derzeit neue Dienstleistungsangebote dazu:
- EigenverbrauchMax: Virtuelle Eigenverbrauchsgemeinschaften mit benachbarten Gebäuden
- LokalenergiePlus: Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) innerhalb von Frauenfeld
- SolarFlex: Zusatzvergütung für netzdienliche Einspeisung von Solarstrom
Die Angebote befinden sich derzeit in der Pilotphase und werden nach deren Abschluss eingeführt. Ziel ist es, Kundinnen und Kunden die Möglichkeit zu geben, ihre Erlöse aus der Photovoltaikanlage zu steigern. Für die einfache Abwicklung wird es eine digitale Plattform geben.
Solar-Einspeisebegrenzung ab 1. Januar 2026
Damit der Solarausbau in der Schweiz erfolgreich voranschreiten kann, braucht es Massnahmen, die helfen, das bestehende Stromnetz effizienter zu nutzen. Mit dem Inkrafttreten der revidierten Stromgesetzgebung («Mantelerlass») per 1. Januar 2026 erhalten die Verteilnetzbetreiber (VNB) ein neues, strategisches Instrument für die Netzplanung: die garantierte Nutzung von Flexibilität bei Einspeiseanlagen gemäss Stromversorgungsverordnung (StromVV).
Die städtische Versorgerin Thurplus setzt diese Regelung per 1. Januar 2026 um. Konkret bedeutet dies, dass die Einpeiseleistung von Photovoltaikanlagen, die neu ins Stromnetz von Thurplus integriert werden, dauerhaft auf 70 Prozent der installierten Panelleistung (kWp DC) begrenzt wird. Die Regelung gilt für neue Anlagen, bei Änderungen, Erweiterungen oder Ersatz bestehender Anlagen sowie bei Netzengpässen. Die Verordnung für den Betrieb der Strom-, Erdgas- und Wasserversorgung der Stadt Frauenfeld wurde entsprechend angepasst.
Der Produktionsverlust für Anlagenbetreibende fällt sehr gering aus. Das liegt daran, dass eine Solaranlage in der Schweiz nur an wenigen Stunden im Jahr mit mehr als 70 Prozent ihrer installierten Modulleistung Strom produziert. Die gesetzliche Obergrenze beträgt 3 Prozent der jährlich produzierten Gesamtenergie. Der Stromeigenverbrauch bleibt davon unberührt.
Diese Massnahme unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien ohne kostspielige Netzerweiterungen. Mit der Umsetzung leistet Thurplus einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und sorgt dafür, das möglichst viele Kundinnen und Kunden von Solarenergie profitieren können.
Eigenverbrauchslösungen im Überblick


Thurplus bietet zukünftig mit EigenverbrauchPlus, EigenverbrauchMax und LokalenergiePlus drei Lösungen für die gemeinsame Nutzung von Solarstrom. Vom Teilen innerhalb eines Gebäudes über die virtuelle Verteilung auf mehrere benachbarten Liegenschaften bis hin zur lokalen Elektrizitätsgemeinschaft in Frauenfeld – so wird Eigenverbrauch einfach, fair und nachhaltig gesteigert.