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Biogas aus Resten der Zuckerrüben – klimafreundlich und nachhaltig

2. November 2020
Während einer Kampagne der Zuckerfabrik speist Thurplus bis zu 6 GWh Energie in Form von Biogas ins Gasversorgungsnetz ein.

Täglich 10'000 Tonnen Rüben verarbeitet das Frauenfelder Werk der Schweizer Zucker AG. Der natürliche Zuckergehalt der Rüben liegt bei 15 bis maximal 20 Prozent. Bei der nachhaltigen Zuckergewinnung werden auch die verbleibenden 80 bis 85 Prozent der Rüben verwertet. Daraus werden wertvolle Rohstoffe wie Viehfutter, natürliche Düngemittel und auch Biogas gewonnen.

Um den Vorgang zu verstehen, muss man kein Biochemiker sein. Wir alle haben schon in der Schule gelernt: Pflanzen produzieren Sauerstoff und binden CO2. Wenn Pflanzenreste beispielsweise auf einem Komposthaufen verrotten, entsteht dort Wärme und das CO2 wird wieder freigesetzt. Die Verwertung der Zuckerrübenreste zu Biogas ist gewissermassen ein kontrollierter, kanalisierter Zwischenschritt im natürlichen CO2-Kreislauf. Deshalb ist die Nutzung dieser pflanzlichen Energie in Form von Biogas auch ökologisch und ökonomisch so sinnvoll.

Bei der Gewinnung von Biogas geschieht somit etwas Ähnliches wie auf dem Kompost, nur auf einem Umweg. Die im Biogas gespeicherte Energie kann so im Thurplus Versorgungsnetz transportiert und dort bezogen werden, wo sie benötigt wird. Bei der Verbrennung des Biogases zum Kochen oder Heizen entsteht Wärme und das CO2 wird wieder freigesetzt.

Das Frauenfelder Biogas aus Zuckerrübenresten ist besonders nachhaltig, denn es wird aus Abfallprodukten aus der Region vor Ort ohne lange Transportwege gewonnen und direkt ins Versorgungsnetz eingespiesen. Die Frauenfelder Einwohnerschaft kann dieses Biogas bei Thurplus beziehen. Die BioPlus-Produkte bieten individuell wählbare Biogas-Anteile bis zu 100 Prozent. Weitere Informationen zu den Produkten finden Sie unter thurplus.ch.

Biogas entsteht in einem anaeroben Vergärungsprozess in der betrieblichen Abwasserreinigung der Zuckerfabrik aus organischen Resten, die im Schwemmwasser der Rüben gelöst sind. Durch Vergärung der Zuckerrübenreste entsteht Biogas, welches neben Methan auch noch 30 % CO2 enthält. Thurplus speist das aufbereitete Biogas ins Frauenfelder Gasversorgungsnetz ein.

Bildunterschrift: Regionaler geht es nicht: Während einer Kampagne der Zuckerrübenfabrik speist Thurplus bis zu 6 GWh Energie in Form von Biogas ins Versorgungsnetz ein. V.l.n.r. Fabrizio Hugentobler, Vorsteher des Departements für Werke, Freizeitanlagen und Sport, Dr. Joachim Pfauntsch, Leiter Werk Frauenfeld, Schweizer Zucker AG, Peter Wieland, Geschäftsleiter Thurplus.
Regionaler geht es nicht: Während einer Kampagne der Zuckerrübenfabrik speist Thurplus bis zu 6 GWh Energie in Form von Biogas ins Versorgungsnetz ein. V.l.n.r. Fabrizio Hugentobler, Vorsteher des Departements für Werke, Freizeitanlagen und Sport, Dr. Joachim Pfauntsch, Leiter Werk Frauenfeld, Schweizer Zucker AG, Peter Wieland, Geschäftsleiter Thurplus.